Die operative Behandlung von Fußfehlstellungen hat in den letzten 15 Jahren erheblich zugenommen. Es vergeht kaum ein Monat ohne „einschlägige“ Informationen in der örtlichen Presse zu diesem Thema.
Häufig wird dabei der Eindruck erweckt, dass es für alle Probleme eine operative Lösung gibt. Der Anstieg der fußchirurgischen Eingriffe wurde inzwischen auch von der Industrie als Markt entdeckt, die bereits zahlreiche technische Hilfsmittel und Implantate produziert. Oft fehlt dem Anwender jedoch der Überblick über alle Entwicklungen, und die Anwendung fällt schwer.
Nicht das Implantat, die Schraube, die Platte oder die Prothese, bestimmt den Erfolg der Operation, sondern die gezielte Anwendung der Systeme und die Kombination von Operationsverfahren.
Allein die erfolglose konservative Behandlung und massive Beschwerden des Patienten sind die Voraussetzung zum operativen Eingriff.
Die moderne Fußchirurgie erfordert eine Verknüpfung der Kenntnis der Pathologie, der Funktion und der operativen Verfahren. So sind z.B. Vorfußprobleme oft das Resultat einer problematischen Rückfußstellung und führen meist zur Dekompensation des ersten Strahls. Nur die Betrachtung und Behandlung des ganzen Fußes führt zu einem guten Ergebnis.
In unserer Abteilung wurden im letzten Jahr 760 fußchirurgische Eingriffe durchgeführt. Aufgrund der daraus resultierenden Erfahrung wollen wir einen – teilweise auch kritischen – Überblick über die zurzeit gängigen Verfahren bieten.
Fortbildungspunkte wurden beantragt.
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